Der über eineinhalb Tage angesetzte Kurs war für 18 Teilnehmerinnen und Teilnehmer ausgeschrieben und aufgrund der hohen Nachfrage erneut sehr schnell ausgebucht. Das freute die Ausbilder Thomas, Markus und Holger besonders, denn der sichere Umgang mit der LVS-Ausrüstung ist für jeden Skitourengeher von großer Bedeutung. Im Ernstfall – der in dem bisherigen Winter leider wieder zur Realität wurde – sollten das Suchen, Sondieren und Ausgraben eines Verschütteten möglichst automatisiert ablaufen.
Am Freitagabend fand eine Theorieeinheit statt, in der ein Lawinenszenario anhand eines Films veranschaulicht wurde. Auf Wunsch der Teilnehmer wurden zudem grundlegende Kenntnisse der Lawinenkunde vermittelt. Für den darauffolgenden Tag, an dem die praktische Ausbildung geplant war, kündigte sich zunächst eine sehr widrige Wetterprognose an. Davon ließen sich die motivierten Teilnehmer jedoch nicht abschrecken.
Gemeinsam fuhren wir samstags ins Tannheimer Tal, wo wir nach dem Aufstieg in der Nähe der Krinnenalm gute Voraussetzungen vorfanden. Die drei Ausbildungsgruppen bereiteten jeweils ein inszeniertes Lawinenfeld mit zwei imaginären Verschütteten vor. Anschließend wurden die Felder zwischen den Gruppen getauscht, sodass jede Teilnehmerin und jeder Teilnehmer die Möglichkeit hatte, mit dem eigenen LVS-Gerät eine Einfach- sowie Mehrfachverschüttung zu üben und zu lösen.
Zur Freude aller konnten wir nach dem Kurs noch eine pulvrige Abfahrt bis ins Tal genießen. Bei einer gemeinsamen Einkehr erhielten wir viele positive Rückmeldungen zu unserer Ausbildung. Wir Ausbilder freuten uns besonders über das große Interesse und die Bereitschaft der Teilnehmer, Verantwortung zu übernehmen – nicht nur für sich selbst, sondern auch für andere Tourengeher.