Gipfelfoto Sipplinger Kopf  | © DAV Allgäu Immenstadt
Gipfelanstieg Heidenkopf  | © DAV Allgäu Immenstadt
Steig zum Sipplinger Kopf  | © DAV Allgäu Immenstadt

Sipplinger Kopf Runde

Beste Wetterbedingungen begleiteten 10 Mitglieder des Alpenvereins Marktoberdorf bei einer Mittwochstour Ende September auf der Sipplinger Kopf Runde. 
Vom Parkplatz unterhalb der Hinteren Aualpe wurden die ersten 280 Höhenmeter auf dem Mautsträßlein bis zur Scheidwangalpe mit lebhafter Unterhaltung bewältigt. Danach führt ein Bergpfad ca.200 Höhenmeter aufwärts, bis das nunmehr freie Gelände schöne Ausblicke auf die Einsattelung zwischen Gierenkopf und Heidenkopf bietet. Eine unerwartete Vielzahl von Silberdisteln zog die Blicke der Wandergruppe auf sich, bevor der Pfad nach Westen schwenkt und steil hinauf zum Grat unterhalb des Heidenkopfes führt. Der schmale Grat  wurde konzentriert begangen, bis kurz darauf ein Steiglein hinab in eine Senke leitete. 
Die letzten Höhenmeter zum Gipfel des 1685 m hohen Heidenkopfes, der zum Schluss über einen felsigen Gipfelspalt erklommen wird, waren bald darauf geschafft. 
Eine erste Gipfelrast wurde wegen der zunehmenden Sonneneinstrahlung zum Ablegen wärmender Bekleidung genutzt. 
Bald darauf blies Tourenguide Johannes zum Aufbruch Richtung Sipplinger Kopf, dessen Gipfelkreuz schon gut zu sehen war. 
Der teilweise anspruchsvolle und ausgesetzte Wegverlauf auf und unter dem gegliederten Grat erforderte hohe Konzentration und trittsicheres Gehen. In mehreren Teilbereichen halfen einige Eisenklammern und Stifte sowie Drahtseilsicherungen bei der Überwindung besonders kritischer Passagen. Johannes sicherte dabei von der Spitze her und gab Hinweise zur sicheren Bewältigung; CoGuide Manfred achtete als Schlusslicht auf einen erfolgreichen Abschluss. 
Schließlich wurde der 1748 m hohe Gipfel des Sipplinger Kopfes über den Gratweg oberhalb des sog. „Canale Sipplinger“, eines kanalartigen Geländeeinschnitts, welcher im Winter von den Skitourengängern zum Aufstieg und zur Abfahrt genutzt wird, erreicht. 
Eine kolossale 360 Grad Aussicht von der Nagelfluhkette über die Allgäuer Berge bis weit zu den Schweizer Alpen belohnte die Aufstiegsmühen. 
Die Gipfelbrotzeit in der warmen Herbstsonne sorgte für körperliche Stärkung; der grandiose Ausblick auf die Bergwelt hingegen erfüllte die Gedanken und sorgte für seelische Stärkung. Was für ein Privileg, diese wunderbare Bergwelt genießen zu können – abseits eines immer destruktiveren Weltgeschehens und den unheilvollen Bedrohungen des Klimawandels! 
 
Schweren Herzens begab sich die Gruppe nach der ausgedehnten Mittagspause auf den Abstieg über den vom Sipplinger Kopf Richtung Obere Wilhelmialpe führenden Pfad. Auf diesem Bergweg konnten nocheinmal schöne Ausblicke aufgenommen werden, ehe der Weg dann nach Norden hinunter zur Hirschgundalpe unterhalb des Tennenmooskopfes führte. 
Von der Hirschgundalpe ging es über einen Wirtschaftsweg gemütlich bergab zum Parkplatz bei der Aualpe. 
Das glückliche Ende der Mittwochstour wurde dann in einem BäckereiCafe in Blaichach mit Getränken und Kaffee und Kuchen bei angeregter Unterhaltung abgeschlossen. Ein herzliches Dankeschön an Johannes und Co.Guide Manfred für diese spannende und erlebnisreiche Tour und die sichere Leitung. 
 
 
(Bericht: Manfred Huber, Fotos: Johannes Emmelheinz und Manfred Huber)