Gruppenbild vor Bergpanorama  | © DAV Allgäu Immenstadt

Bergtour: „Himmelschrofen“

Um 07:00 Uhr trafen wir uns am Stadion Restaurant in Marktoberdorf und fuhren mit drei Teilnehmern nach Oberstdorf zum Parkplatz am Renksteg „Grüne Gasse“, vier Teilnehmer kamen separat aus Kempten und Sonthofen zum Treffpunkt.  
Nach einer kurzen Begrüßung und Ansprache mit Tagesplan und dem obligatorischen Gruppenfoto konnte die Tour um 08:15 Uhr beginnen. Erst liefen wir auf der Straße bis zum Oberstdorfer Golfplatz hoch und jetzt rechts ab bis zum Schlößle, welches in Privatbesitz ist. 
Hier am Gatter, geht´s links hoch ohne Beschilderung und ohne Markierungen. Gleich auf einer kurzen Ebene vorbei an einem großen Loch (Krater) teilten sich die Pfade. Nach links führend war eine Wanderspur zu sehen. Diese endet aber nach mehreren 100 Metern und ist demnach leider irreführend! 
Wir hielten uns nach vorheriger Erkundung daher rechts (bergwärts) und trafen wieder auf den richtigen Pfad. Der weiterführende Weg war recht erdig, sehr schmal, teilweise steil und sehr abschüssig/ausgesetzt. Zwei anspruchsvolle Passagen mussten auf allen vieren bewältigt werden (T4). Oberhalb der Lawinenverbauungen stiegen wir weiter auf und genossen die Aussicht auf die östlichen Gipfel. Entlang des Grats boten sich immer wieder schöne Blicke nach Oberstdorf, ins Illertal, zur Skiflugschanze und zum Freibergsee. Nach 3,5 Stunden erreichten wir schließlich den Gipfel, legten eine wohlverdiente Ruhepause ein und ließen uns die Gipfelbrotzeit schmecken. Der 360-Grad-Rundumblick war herrlich: Rubihorn, Nebelhorn, Höfats, Kegelkopf, Kratzer, Trettachspitze, Fellhorn.  
Dann giengen wir die Überschreitung an. Zunächst ging es nochmals bergauf und bergab, dann links weg zum Normalweg, der eigentlich nicht zu erkennen war! Die Latschen waren hier jauch extrem zugewachsen und tief, sodass kaum ein Durchkommen war. Wir kehrten daher um und folgten einem Pfad weiter nach Süden. Auch dieser war stark zugewachsen, streckenweise sehr steil und verblockt, aber machbar. 
Als wir uns endlich aus dem Dickicht gekämpft hatten, ging es vorsichtig und weglos sehr steil bergab auf den weiterführenden Pfad an der verfallenen Ringatsgundalpe vorbei ins Trettachtal. Schließlich waren die Strapazen des Abstiegs (800 hm) geschafft und wir belohnten uns mit einer Erfrischung in der kühlen Trettach – ob nur Füße und Arme oder „ganz ins kühle Nass“. Ein sichtlicher Genuss. Ein paar hundert Meter weiter befand sich auch schon die nächste Genussstation - Gustis Alpcafe. Zu guter Letzt nutzten wir den kleinen Wanderbus zurück zum Parkplatz.  
 
Ich bedanke mich herzlich für die Teilnahme und freue mich, dass alle wieder gesund und wohlbehalten angekommen sind. 

Tourenleiter: Helmut Rasch 
Bericht und Bilder: Helmut Rasch 
Teilnehmer:  7