Gipfelbild mit Wanderer | © DAV Allgäu Immenstadt
Wanderer in felsigem Gebirge  | © DAV Allgäu Immenstadt

Besteigung des Geiselsteins – Ammergauer Alpen

Hallo, ich bin’s, Melanie, und ich darf wieder mal einen Tourenbericht schreiben. Und zwar den vom heutigen Tag und ich sag’s gleich, wie es ist: ich bin komplett im Eimer, lege nur noch meine Beine hoch und mache genau nichts mehr!

Das Allerschönste aber ist, dass man mir mein Dauergrinsen aus dem Gesicht schneiden muss, denn ich durfte heute gemeinsam mit Gerald und sieben anderen wunderbaren Menschen eine Tour auf den Geiselstein machen. Man nennt ihn auch das Matterhorn der Ammergauer Alpen.

Als die Ausschreibung seitens Gerald kam, habe ich ihn erst mal angerufen, um zu fragen, wie die genauen Bedingungen sind, da ich überhaupt nicht vom Klettern komme. Er hat mich beruhigt, meinte er nimmt Seil und Klettergurt mit und war überzeugt, dass ich das schaffe.

Viel geschlafen habe ich ehrlicherweise in der Nacht davor nicht vor Aufregung.Ein Teil der Gruppe ist vom Parkplatz mit den Rädern hoch zur Kenzenhütte, der andere Teil mit dem Bus. Gemeinsam sind wir dann von dort gestartet. Der Zustieg zum Geiselstein ist landschaftlich ein wahrer Genuss. Wir waren alle völlig begeistert, und ich dachte bei mir, dass es sich allein dafür schon gelohnt hat, sollte ich die Kletterei nicht schaffen.

Am Fels angekommen wurde der Gurt angezogen und Gerald hat uns noch sehr gute Instruktionen und Tipps erteilt. Dann ging’s auch schon los.

Und ab hier war ich total konzentriert. Hab nicht nach links nicht nach rechts geschaut, sondern einfach nur gemacht. Und ich bin ehrlich: alleine hätte ich mir das niemals (zu)getraut. Gerald aber hat mir eine unglaubliche Sicherheit vermittelt. Er war immer bei mir, hat mich an kritischen Stellen mit dem Seil gesichert, und ich hab mich zu keinem Zeitpunkt unsicher oder unwohl gefühlt. Und auch der ganze liebe Rest der Gruppe war so verständnisvoll und hilfsbereit und hat mir Tipps gegeben, wo ich gut greifen oder den Fuß besser aufsetzen kann. Dafür möchte ich mich bei allen von Herzen bedanken!

Zum krönenden Abschluss gab’s noch eine zünftige Einkehr bei immer noch strahlendem Sonnenschein in der Kenzenhütte. Lecker!

Danke Gerald, danke ihr lieben sieben Anderen, dass ich heute meine erste Klettertour im II. Grad gehen durfte und mir mein Grinsen noch immer im Gesicht steht!Vielleicht vergeht es Morgen beim Aufstehen, wenn der Muskelkater kommt…

Melanie Zachmann , 30.09.2026