Gottesackerplateau | © DAV Allgäu Immenstadt

Gottesacker Plateau, Hahnenköpfle 2082m

Sa. 11.07.2026

18.08.2026

Um 06.30 Uhr trafen wir uns am Stadion Restaurant in Marktoberdorf und fuhren mit 3 vollen Autos ins kleine Walsertal auf den Parkplatz der Ifen Bergbahn. 

Nach einer kurzen Begrüßung und Ansprache mit Tagesplan und dem obligatorischen Gruppenfoto konnte die Tour um 08.15 Uhr beginnen. Wir gingen erst gemütlich 1,8 km flach Nord/Östlicher Richtung am „DAV Walser Selbstversorger Haus“ vorbei und bogen dann links ab, von nun an ging´s bergauf. Nach 2 Stunden Gehzeit auf Höhe (1550 m) erreichten wir unser erstes Highlight.  
Unter einem großen Felsvorsprung wurde um 2000 ein steinzeitlicher Jägerrastplatz „Prähistorische Feuerstelle“ freigelegt. Der rund 8000 Jahre alte Rastplatz zählt zu den ältesten Spuren menschlichen Lebens im Vorarlberg. Eine Hinweistafel gibt Aufschluss über Geschichte, Beschaffenheit und Fundstücke, die im Walser Museum untergebracht sind. Diese historische Stelle lud zu einer kleinen Rast ein. 
Eine weitere Stunde legten wir in der Rinne bergauf zurück über Geröll und Blocksteine, vorbei an schönen Bergblumen bis zur Höhe der verfallenen Gottesacker Alpe (1800 m).  
Nach erneuter Trink u. Snackpause gings Richtung Süden weiter und uns öffnete sich eine Augenweide, die Felsrinnen der gigantischen Karstlandschaft. 
 
Die karge Hochfläche, genannt "Gottesacker Plateau", ist ein faszinierendes Labyrinth aus Spalten, Dolinen und Gräben. Es gilt als Paradies für Geologie- und Botanisch- Interessierte, entstanden in der Kreidezeit vor ca. 100 Millionen Jahren.  
Im Karst entstanden zahlreiche Höhlen wie die 77 Meter tiefe Schachthöhle „Hölloch“. Niederschläge und Schneeschmelze haben so genannte Karren an der Plateauoberfläche herausgearbeitet. Über das Plateau verläuft die Europäische Hauptwasserscheide zwischen Rhein und Donau. 
Nun steigen wir zum Teil weglos über den felsigen Bergrücken hoch zum Hahnenköpfle (2082 m) Nach 5 Stunden Aufstieg klatschen wir nicht nur unsere Hände zum „Berg Heil“ ab, sondern auch das neue außergewöhnliche Kreuz. 
Nach einer gemütlichen, ausgiebigen Gipfelbrotzeit kommen wir wieder in die Gänge und marschieren der Skipiste entlang nur noch bergab Richtung Tal.  
Aber auf halber Höhe stand die Entscheidung doch noch an, hier gleich Kaffee und Kuchen genießen oder unten an der Auenhütte. 
Unser Feedback-Gespräch fand dann noch auf dem Parkplatz im Kreis statt. 
Thomas und ich freuten uns über die positiven Rückmeldungen. 
 
Ich bedanke mich für die Teilnahme, für die nette, große harmonische Gruppe und freue mich, dass wir alle wieder gesund angekommen sind.