Felsen mit Wanderer | © DAV Allgäu Immenstadt
Felsen mit Wanderer  | © DAV Allgäu Immenstadt
Bergsteiger wandern durch den Wald  | © DAV Allgäu Immenstadt
Wiese mit Bergsteigern  | © DAV Allgäu Immenstadt
Fels mit Wanderer | © DAV Allgäu Immenstadt

Mittwochstour auf den Teufelstättkopf im Ammergebirge

Bei leichtem Regen begannen 12 Bergbegeisterte und die beiden Guides Manfred und Thomas mit dem Anstieg auf den Teufelstättkopf im Ammergebirge. 
Zunächst eingehüllt in Regenjacken, bzw. geschützt durch Regenschirme führt ein schöner, gesicherter Steig durch die Schleifmühlenklamm. Früher wurde hier Wetzsteinmaterial ge-brochen und in der Schleifmühle verarbeitet. Zahlreiche Wasserfälle und Gumpen bieten einen faszinierenden Anblick und lassen die Anstiegsmühe vergessen. 
Nach gut 20 Minuten wird der Wirtschaftsweg erreicht, über den es eine kurze Strecke weiter bergauf geht. Hier konnten die Wanderer den Regenschutz ablegen; es hatte aufgehört zu regnen. 
In Höhe einer Baustelle der Wasserwirtschaft zweigt ein steiler Schotterweg zur Langenthalalm ab; das flache Almgelände ladet dort nach ca. 1 Stunde Gehzeit zu einer Trinkpause ein. Hier zweigt die gewählte Route über den Plattenberggrat ab. Erstmals eröffnet sich auf dem Grat ein schöner Ausblick ins Tal. Wegen des feuchten Untergrunds muss allerdings der Blick konzentriert auf den Pfad gerichtet sein. Durch alten Bergwald-bestand geht es meist über weitverzweigtes Wurzelwerk nach oben, welches teilweise gesäumt durch bemooste Felsblöcke dem Wegverlauf einen besonderen Charakter verleihen. 
Nach knapp 2stündigem Aufstieg öffnet sich der Bergwald und das August Schuster Haus am Pürschling ist zum Greifen nah. 
Nach einer weiteren Trinkpause, bei der auch die sich jetzt bietenden Ausblicke auf das Graswangtal und die Ammergauer Alpen bis hinüber zur Zugspitze genossen werden können, wird einvernehmlich entschieden, den Gipfelanstieg zum Teufelstättkopf anzugehen. 
Das Wetter hat sich gerichtet und mehr noch, die Sonne sorgt neben der Aufstiegsan-strengung für erhöhte Körpertemperatur. 
Gottseidank ist der steile Anstieg zum Gelände unterhalb des Gipfels mit knapp 200 weiteren Höhenmetern gut zu bewältigen. Der Großteil der Gruppe erklomm dann den relativ kurzen, mit Drahtseil gesicherten Gipfel des Teufelstättkopfes. Der schmale Gipfel lässt nur eine begrenzte Anzahl von Bergwanderern zu; da bleibt wegen der belebten Frequentierung nicht viel Zeit zum Genuss der weitläufigen Aussicht. Ein zunehmender Appetit sorgte auch dafür, die Gipfelrast nicht auszudehnen. Nach kurzem Abstieg in die vielfältig gegliederte Gelände-wanne unterhalb des Gipfels wurde die Brotzeit ausgepackt und bei lebhafter Unterhaltung verspeist. 
Nach geraumer Zeit bliesen Thomas und Manfred dann zum Aufbruch. Über den östlich des Gipfelaufbaus verlaufenden, langen Grat, ist ein kühner und spannender Weg in Richtung „Auf dem Stein“ angelegt, der konzentriertes Gehen in teilweise leicht ausgesetztem Gelände erfordert. Zum „Schauen steh’n“ ist hier ein gebotenes, unausgesprochenes Gesetz.  
Nach insoweit notwendigem, bedächtigem Abstieg, erreichte die Wandergruppe die schön gelegene Kuhalm, wo neugieriges Vieh den vorbeiziehenden Besuch musterte. 
Von der Kuhalm führt dann ein Wirtschaftsweg, vorbei an einem Speichersee hinab ins Tal. 
Zufrieden und mit schönen Erlebnissen bereichert, erreichten die Wanderer dann den Parkplatz an der Pürschlingsstrasse südwestlich von Unterammergau. 
Zum Ausklang wurde in einem örtlichen Bäckereicafe eingekehrt. Es war wieder eine Freude, mit so einer harmonischen Wandergruppe unterwegs zu sein. Vielen Dank auch an Thomas für seine gewohnt souveräne Co-Führung, die der großen Gruppe ein beruhigendes und sicheres Gefühl gab. 
 
Text: Manfred Huber 
 
Fotos: Heinrich Klarwein, Thomas Daufratshofer