Kletterer stehen am Fels mit Getscher im Hintergrund  | © DAV Allgäu Immenstadt
Personen auf Gletschern mit Eispickel  | © DAV Allgäu Immenstadt
Tourenleiter schult Gruppe  | © DAV Allgäu Immenstadt
Bergsee mit Felsen und Gletscher im Hintergrund  | © DAV Allgäu Immenstadt

Ausbildungskurs Hochtour

Nach einem flotten Aufstieg in der Hitze erreichten wir unseren Kursstützpunkt, die Kürsingerhütte. Dort wiederholten wir die Spaltenbergung in der Dreier- und Viererseilschaft. Abends wurde die erste Tour Richtung Gletscher geplant.
Am zweiten Tag richteten wir uns im Gletscherbruch Parcours und Topropes im Eis ein. Im steileren und anspruchsvolleren Eis wurde die Steigeisentechnik geübt. Hierbei steigerten wir uns bis hin zu Eisklettern mit zwei Eispickeln.
Da für den dritten Tag Regen angesagt war, blieben wir in Hüttennähe und gingen in den Klettergarten. Dort konnten die TeilnehmerInnen ihre Techniken im Fels mit Bergschuhen und Steigeisen verbessern. Anschließend stand Abseilen auf dem Programm. Nach einer Mittagspause mit Knödeln folgte die Bergung aus der Spalte in der Zweierseilschaft. Trotz des vollen Tages war die Motivation für die Abschlusstour am letzten Tag groß. Die Gruppe plante die Tour auf den Großvenediger (3.657 m) eigenständig.
Los ging es um 4 Uhr morgens. Die TeilnehmerInnen führten dabei selbstständig einzelne Abschnitte, bis wir nach einer steileren Stufe und etlichen kräftezehrenden Überholmanövern den Gipfel erreichten. Mit sauren Zungen gestärkt machten wir uns an den Abstieg, der im Nebel nicht immer offensichtlich war.
Zum Abschluss gab es noch eine Theorieeinheit zu alpinen Gefahren und Notlagen. Nach vier intensiven und internetfreien Tagen ging es zurück ins Tal – mit etwas Angst davor, das Handy wieder einzuschalten.

Bericht & Bilder: Vincent Hill